Dein Herz ist ein Ort, ein tatsächlicher Ort in dir.

Du trägst diesen Ort immer bei dir und hast Zugang zu ihm. So oft und wann immer du möchtest.

Schon sehr früh in meinem Leben hatte ich Schwierigkeiten, mich in einer Umgebung, sei es eine Stadt, ein Dorf oder mich mit den Menschen um mich herum, wohlzufühlen. Ich wusste, da ist noch mehr. Wir sind nicht nur unser physischer Körper. Doch keiner konnte Antworten geben.

So verließ ich diese Gedanken und fühlte mich fremd. Nur wenn ich in der Natur war, fühlte ich mich verbunden und im Einklang damit, ein Mensch auf dem Planeten Erde zu sein. Ich verschwand in andere Welten, konnte stundenlang die Zeit ausblenden, mit meiner Fantasie spielen und den Geschichten von Mutter Erde lauschen. Ich beobachtete die Flugzeuge am Himmel und wusste, ich werde reisen. Irgendwann.

Diese sonnengelbe warme Zeit als Kind endete mit dem Beginn der Schulzeit. Die Härte des Systems peitschte mit all ihren Attributen wie Scham und Schuld an meine Innenwelt. Druck baute sich auf. Der Überlebensmodus stellte sich ein und damit verschloss sich das Tor zu meinem inneren Zuhause.

Ich dachte gar nicht mehr daran.

Es folgten viele Momente des Getrenntfühlens. Sich getrennt fühlen von dem, was ich außerhalb von mir wahrnahm. Den Menschen, der Umgebung. Ich fühlte mich so unglaublich fremd, als ob ich nicht hier her gehöre. Das Gefühl war sowohl körperlich als auch emotional schmerzhaft.

Ich suchte die Antwort im Außen. Vergeblich.

Die Antwort liegt in meinem Inneren, das weiß ich heute. Sie war immer da und wird immer da sein. Ich hebelte mein Leben aus den Ankern des goldenen Käfigs und riss mich etliche Male aus meiner Komfortzone.

Ich begann zu reisen, um das Zuhause wieder in meinem Herzen zu finden. Ich wollte, egal welchen Umständen ich um mich herum ausgesetzt war, jederzeit die Hände auf mein Herz legen können und wissen, dass alles gut ist. Alles ist gut, so wie es ist. Egal ob ich im Schlafwaggon durch Indien brause, mich auf Koh Phangan durch die finstere Nacht tanze oder in Lissabons Gassen verirre. Ich brauche keine Angst haben. Es gibt keine Angst. So lange ich mir meiner Selbst bewusst bin, tatsächlich wahrhaftig bewusst bin, kann ich überall und alles sein.

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Du musst nicht reisen. Für dich kann es etwas Völlig anderes sein. Werde dir dessen bewusst, dass deine Ängste nur Luftblasen sind, die du selbst, und nur du selbst, zerstechen kannst. Sie sind Luftblasen kreirt von den Medien, der Gesellschaft, deiner Kultur, Familie und manchmal auch Freunden. Sie halten dich klein und machen dich gefügig, weiterhin im System mitzuschwimmen.

Mach dich auf den Weg, um wieder in deinem Herzen sein zu können. Es ist dein ganz eigener individueller Weg, den nur du gehen kannst.

Dein Herz ist die Verbindung vom Himmel über dir und der Erde unter dir.

In einer Welt von Polarität gibt es immer beides. Es gibt maskulin und feminin, schwarz und weiß, Vergangenheit und Zukunft. Aber es gibt auch meistens eine dritte Komponente. Zwischen Frau und Mann ist das Kind, zwischen schwarz und weiß ist grau und irgendwo in der Mitte von Vergangenheit und Zukunft gibt es die Gegenwart. Wenn also dein Geist mit dem Universum verbunden und dein Körper ein Teil der Mutter Erde ist, wirst du etwas in der Mitte finden. Es ist dein Herz.

Dein Herz wusste immer, weiß immer und wird immer wissen, was für dich richtig ist. Es ist das Zuhause deiner wahren Essenz, der Sitz deines Mitgefühls, durch den die universelle Liebe fließt.

Stelle dich also mit deinen Füßen auf die Erde, öffne deine Krone fürs Universum und lege deine Hände auf dein Herz. Spüre hinein. Fühle die Wärme und höre zu.

Gehe dann den ersten Schritt. Folge dem ersten Ruf deines Herzens. Schritt für Schritt. Moment für Moment. Im Hier und Jetzt. Nicht mehr und nicht weniger.

Begebe dich zurück auf die Reise in das allgegenwärtige und unerschöpfliche Zuhause deines Herzens.

Sabrina Abhai Joti


 

Your heart is a place. A real place inside of you.

You always carry this place within you. It is always accessible to you. As often and whenever you want to.

Since a very early age in my life I had difficulties feeling comfortable in any environment, whether it was a city, a village or even with the people around me. I knew there is more. We are not only our physical body. But I couldn’t share this intrinsic knowing with anyone. No one would be able to give answers.

So I left these thoughts behind and felt like a foreigner or an alien. Only when I was in nature, I felt connected and in harmony with being a human being on planet Earth. I disappeared into other worlds, blanked out time and space for hours, played with my fantasy and listened to the stories told by Mother Earth. I observed the airplanes in the sky and knew I would travel the world. Travel to foreign places. As foreign as me. Some day.

This sunny yellow period as a kid ended with the beginning of my school years. The hardness of the system whipped with all its shame and guilt into my inner world. Pressure built up. The survival mode set in and thereby, the gateway to my inner home closed up.

I even did not think about it anymore. I forgot.

In the following, many moments of feeling separated appeared. Feeling separated from what happened externally. From the people, from the environment. I felt so incredibly foreign as if I was not part of it. This feeling was both physically and emotionally painful.

I searched for a solution in the outer world. Of no avail.

Today I know that the answer lies inside of me. It always was and it always will be. I began to lever my life out the anchors of my golden cage and stepped several times out of my comfort zone.

I started traveling to find home in my heart again. My goal was to put my hands onto my heart and be able to know that everything is fine at any time. No matter what. No matter what the circumstances are around me. Everything is good as it is. No matter, if I am racing in a sleeper train around India, dancing in the dark nights through Koh Phangan or getting lost in Lisbon´s alleys. I don´t need to be afraid. There is no fear. As long as I am conscious of myself, truly self-aware, I can be everywhere and everything.

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You don’t have to travel. For you it can be something totally different. Become aware that your fears are only bubbles of air which can be punctured and burst by you and only by you. They are created by the media, the society, your culture, your family and sometimes also by your friends. They keep you small and make you bend to continue swimming in their system.

Set out to be in your heart again. It is your unique path which can only be walked by you.

Your heart is the connection between the sky above and the earth below you.

In a world of polarities there is always both. There is the masculine and the feminine. There is black and white. There is the past and the future. But there is mostly a third component, as well. For the masculine and the feminine there is also the child, between black and white there is grey, for the past and the future there is also the present. Thus, if you look at your mind which is connected to the universe, with Father Sky, and at your body which is connected with Mother Earth, you will find something in the middle. It is your heart.

Your heart always knew, always knows and will always know what is individually right for you. It is the home of your soul through which your compassion and the universal love flow.

Hence, stand with both feet on the ground, open your crown for the universe and put your hands onto your heart. Feel into it. Feel the warmth and listen.

Then make the first move. Follow the first calling of your heart. Step by step. Moment by moment. Here and now. Nothing more and nothing less.

Go back to your journey into the ever-present and boundless home of your heart.

Sabrina Abhai Joti

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